Scabioral rezeptfrei kaufen

Ivermectin ist seit 2016 der erste Wirkstoff zur oralen Behandlung der Krätze. In den Medikamenten Scabioral und Driponin steht der Wirkstoff in Tablettenform zur Verfügung. Er kommt insbesondere bei Wurmbefall und Krätze (Skabies) zum Einsatz.

Scabioral ist zur Behandlung bestimmter Parasiteninfektionen indiziert. Dazu gehören die durch den Fadenwurm Strongyloides stercoralis verursachte Darminfektion intestinale Strongyloidiasis sowie die Mikrofilarämie bei Patienten mit einer durch Wuchereria bancrofti verursachten lymphatischen Filariose. Außerdem wird Scabioral zur Behandlung der Scabies beim Menschen eingesetzt, wenn die Diagnose durch parasitologische Untersuchungen gesichert ist. Scabies wird von der Krätzmilbe ausgelöst. Die Weibchen der kleinen Spinnentiere graben Gänge in die obere Hornschicht der Haut. Dort werden Eier und Kotballen abgelegt. Nach dem Schlüpfen beginnt der Lebenszyklus erneut. Die Folgen sind Entzündung, Juckreiz und stecknadelkopfgroße Knötchen.


Seit Mai 2016 hat Infectopharm mit Scabioral 3 mg die erste in Deutschland zugelassene Ivermectin-haltige Tablette auf dem Markt. Im Januar launcht die 100-prozentige Infectopharm-Tochter Pädia ein Konkurrenzprodukt. Driponin ist bereits bei der Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA) gemeldet.

Indikation

  • Behandlung der gastrointestinalen Strongyloidiasis (Anguillulosis).
  • Behandlung einer vermuteten oder diagnostizierten Mikrofilarämie bei Patienten mit einer durch Wuchereria bancrofti verursachten lymphatischen Filariose.
  • Behandlung der Skabies (verursacht durch Sarcoptes scabiei) bei Menschen. Die Behandlung ist gerechtfertigt, wenn die Diagnose der Skabies klinisch und/oder durch parasitologische Untersuchungen gesichert ist. Ohne eine gesicherte Diagnose stellt ein Pruritus allein keine Indikation dar.

Wirkmechanismus

Ivermectin zählt zu den sogenannten Avermectinen. Dabei handelt es sich um Neurotoxine, die durch Fermentation aus Streptomyces avermitilis (Strahlenpilz) gewonnen werden. Der Wirkstoff aktiviert Glutamat-gesteuerter Chloridkanäle in Nerven- und Muskelzellen der Mikrofilarien (erstes Larvenstadium von Fadenwürmern in Subcutis und Blut). Auf ausgewachsene Würmer hat Ivermectin keinen Einfluss. Durch Öffnung der Kanäle wird die Membranpermeabilität für Chloridionen erhöht und es kommt zur Hyperpolarisation der Zellen. Dies führt zu neuromuskulärer Paralyse und schlussendlich zum Absterben der Parasiten. Das Target von Ivermectin kommt bei Säugetieren in dieser Form nicht vor, eine Interaktion des Wirkstoffs mit anderen ligandengesteuerten Chloridkanälen (z.B. GABA-Rezeptoren) ist aber möglich. Allerdings ist die Affinität für diese nur sehr gering. Ivermectin hemmt weiterhin die Lipopolysaccharid-induzierten Produktion entzündlicher Zytokine.

Wie teuer ist Ivermectin?

Ivermectin 3 mg:

8 Stk. ab 31,10 €
14 Stk. ab 49,90 €

Ivermectin 6 mg:

8 Stk. ab 34,30 €
20 Stk. ab 78,60 €

Ivermectin 12 mg:

10 Stk. ab 57,30 €
20 Stk. ab 109,70 €

Wo kann man Ivermectin in Deutschland rezeptfrei kaufen?

Man kann Stromectol generika in der Apotheke oder online kaufen. Der Kauf des Arzneimittels rezeptfrei ist nur über die Online-Services möglich. Der Preis für Ivermectin in der Online-Apotheke reicht von €2,90 bis €3,90 für eine Tablette 3 mg.

Wie schnell wirkt Scabioral (ivermectin) bei Krätze?

Scabioral (Ivermectin) ist das einzige Mittel gegen Krätze, das als Tabletten zur Verfügung steht. Ivermectin wird im Gastrointestinaltrakt rasch resorbiert, höchste Plasmaspiegel finden sich nach vier Stunden.

Ivermectin lähmt die Nerven- und Muskelzellen von Krätzmilben und tötet diese so zuverlässig ab. Die therapeutische Wirksamkeit dieses Wirkstoffs ist in Studien ausreichend nachgewiesen.

Die Gabe erfolgt am besten morgens nüchtern, nachfolgend sollte zwei Stunden gefastet werden.

Dosierung

Scabioral® wird bei Krätze nach Körpergewicht dosiert (0,2 mg/kg KG) und die notwendige Tablettenanzahl wird einmalig mit einem Glas Wasser eingenommen. Es wird empfohlen, dabei einen Abstand von 2 Stunden zu einer Mahlzeit einzuhalten. Zugelassen ist das Arzneimittel ab einem Körpergewicht von 15 kg.

Bei Wurmbefall des Verdauungskanals wird die einmalige Einnahme von 200 Mikrogramm Ivermectin pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen.

Zur Behandlung eines Fadenwurmbefalls wird alle sechs Monate die einmalige Einnahme einer Dosis von etwa 150 bis 200 Mikrogramm Ivermectin pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. In abgelegenen gefährdeten Gebieten, in welchen das Medikament nur einmal alle zwölf Monate verabreicht werden kann, beträgt die empfohlene Dosierung 300 bis 400 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Zur Krätze-Behandlung nimmt man einmalig 200 Mikrogramm Ivermectin pro Kilogramm Körpergewicht ein. Von einer endgültigen Abheilung kann erst vier Wochen nach der Behandlung ausgegangen werden. Auch anhaltender Juckreiz oder Kratzspuren rechtfertigen keine zweite Anwendung innerhalb dieses Zeitraums. Die Einnahme einer zweiten Dosis innerhalb von zwei Wochen nach der ersten Gabe wird der Arzt nur dann vorschreiben, wenn neue typische Befallspuren auftreten oder im Labor zu diesem Zeitpunkt die Parasiten einwandfrei festgestellt wurden.

Familienangehörige und Partner eines Krätze-Kranken sowie alle anderen Kontaktpersonen sollten sich sobald wie möglich einer medizinischen Untersuchung unterziehen, um bei Ansteckung auch sofort behandelt zu werden. Wichtig ist auch die Beachtung von Hygienemaßnahmen zur Verhinderung einer erneuten Infektion: So sind die Fingernägel kurz und sauber zu halten und offizielle Empfehlungen zur Reinigung von Kleidung und Bettwäsche sind genau zu befolgen. Krätze ist eine meldepflichtige Erkrankung.

Kontraindikation

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nebenwirkungen

Sehr seltene Nebenwirkungen:
schwere Hautausschläge (toxisch epidermale Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom)

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitangabe:
vorübergehender Überschuss unreifer Blutzellen, Leberfunktionsstörungen (einschließlich akuter Leberentzündung), erhöhte Leberwerte, Überschuss an Bilirubin im Blut, Blutim Urin